Fachberatung für Einkäufer und Entscheider

Sie planen eine Neuanschaffung? TecConsulting kann Sie dabei unterstützen und das ist für Sie kostenfrei.

Die Welt der Autoklaven ist nicht so groß aber sehr vielfältig und im Angebot breit gefächert. Ca. 10 Hersteller und Haupthändler teilen sich mit mehr oder weniger großen Anteilen den Markt. Da verliert man leicht den Überblick.

Wo informieren Sie sich?
Sie haben bereits einen Autoklaven und orientieren sich an diesen
oder
Sie gehen zur Messe und sammeln Prospekte und Eindrücke
oder
recherchieren im Internet
oder
gucken in die Nachbarabteilung
oder
fragen Ihren Servicetechniker
oder
über den Hersteller

Jetzt haben Sie viele Information und wissen trotzdem nicht, was Sie brauchen und es fällt Ihnen schwer, das Gerät zu konfigurieren.
Und jetzt kommen die Verkäufer der Hersteller ins Spiel. Ich kenne die Kollegen, die auch mein Gebiet betreuen und das sind alles Leute, die sich auskennen. Jedoch erzählt jeder natürlich aus seiner Produktsicht und dazu noch jeder was anderes und hebt sich hervor und er vergleicht sein Produkt mit den Mitbewerbern.
Aber sollten nicht eigentlich Sie die Autoklaven neutral vergleichen?
Aber wie können Sie das, wenn Sie vielleicht das nötige Fachwissen nicht haben? Da ist es natürlich schön, wenn dann der Verkäufer seine eigene Ausschreibung bei Ihnen platzieren kann.
Aber sollte das Gerät nicht auf Ihre Bedürfnisse und nicht auf die der Hersteller zugeschnitten sein?

Bedenken Sie, Sie treffen eine Kaufentscheidung für die nächsten zehn Jahre und länger einschließlich der Anschaffungs- und auch der Folgekosten.

Macht es da nicht Sinn sich eine zweite Meinung einzuholen?
Macht es da nicht Sinn sich die technische Seite beleuchten zu lassen? Kennen Sie die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Flüssigkeitsrückkühlungen? Wann Vakuum? Und kennen Sie den berühmten Medienfühler?
Ist es da nicht sinnvoll, das Gerät nach Ihren Bedürfnissen in Anschaffung, Nutzungsverhalten, Nachfolgekosten, Ersatzteilkosten, Kundendienst auslegen?

Ich biete Ihnen 20 Jahre herstellerübergreifende Erfahrung im Autoklavenbusiness.

Jeder Autoklav hat seine Vor- und Nachteile. Der eine passt gut in die Anwendung, der andere besser in diese.
Bei der Auswahl von Autoklaven gibt es ja viel zu bedenken und einige Verkaufsargumente sind mitunter schon eigenartig. Da scheint das Ziel zu sein, soviel wie möglich Alleinstellungsmerkmale zu produzieren, um die Mitbewerber auszustechen. Manche findet man regelmäßig bei den Ausschreibungen.
Ich möchte Ihnen noch ein paar kleine Denkanstöße mitgeben und hab mal eine eigene persönliche Auswahl gemacht, die geschätzt 90 Prozent der Autoklaven nicht brauchen.

  • Druckbereichserweiterung auf 4 bar, 140°C und höher auf 150°C
    Macht Sterilisationstechnisch und energetisch keinen Sinn im Labor
    Wann habe Sie das letzte Mal mit 140°C autoklaviert? Wann haben Sie das letzte Mal mit 134°C autoklaviert?
  • 8, 10, 12 und mehr Programme
    Es gibt für drei Hauptgruppen von Programmen Festkörper/Instrumente – Abfall/Müll – Flüssigkeiten und ich kann die dazugehörigen Parameter wie Temperatur und Zeit verändern und habe damit strenggenommen hunderte Programme.
    Man hat nur frei konfigurierbare Programmplätze.
    Wieviel Programme nutzen Sie in Ihrer täglichen Routine 2, 3 oder 4?
  • Verschlusssystem
    Es gibt Ring-, Bolzen-,Bügel- und manuelle Schnellverschlüsse und alle haben etwas gemeinsam – sie sind alle sicher in ihrer Verriegelung und Öffnung.
    Ist es da nicht völlig egal, welchen der Autoklav haben muss?
  • Tür- & Deckeldichtung
    Es gibt Lippendichtungen, Doppellippendichtungen, Runddichtungen, aufblasbare Dichtungen, rausschiebende Dichtungen.
    Entscheidend ist, dass diese ihren Zweck erfüllen.
  • Start Timer
    Sehr selten benutzt, meist für Nährböden. Wann haben Sie diesen das letzte Mal genutzt?
    Ich denke eher, Sie starten das Gerät bevor Sie nach Hause gehen.
  • Moduloptionen und Nachrüstbarkeit
    Mal unabhängig davon, dass dieser Punkt nicht nötig ist, wenn das Gerät von vorn herein richtig ausgewählt worden ist, sind fast alle Autoklaven nachrüstbar. Aber Sie werden vorm Preis zurückschrecken.
    Haben Sie jemals einen Autoklaven zum Hersteller zur Nachrüstung geschickt?
  • hohe Sicherheitsstandards
    Alle Autoklaven im deutschen sind sicher in Ihrer Anwendung und extern geprüft und mit dem CE kennzeichen versehen.
  • Reinigungsprogramme
    Da wird nicht gereinigt, dass müssen Sie schon händisch machen. Stellen Sie ein Programm mit Instrumente 134 Grad / 2 Minuten ein und Sie haben denselben Effekt.

    Es gibt noch weitere aber ich möchte es dabei belassen.

Zwei jüngste Erlebnisse möchte ich doch noch teilen, das erste betrifft eine Ausschreibung in der eine doppelte Abluftfiltration gefordert ist. Wer auch immer diese Option so gefordert hat, hat bestimmt auch an die Folgekosten gedacht. Die garantierte Filterstandzeit liegt meistens bei 150 Chargen, macht bei 3 Läufen pro Tag fünf Tage Woche = 15 Chargen, das heißt alle 10-12 Wochen Austausch der Filter. Je nach Autoklav kosten die zwischen 160 – 340 € pro Stück. Vier Geräte wurden ausgeschrieben…..macht nur für Filter  im Jahr Kosten zwischen 5000-10000 € ohne dass der Techniker den Autoschlüssel gedreht hat.
Das zweite betrifft den Service, eine Kunde von mir hat die Wartung eines ein Jahr altem Gerät dem Werkkundendienst überlassen, Resultat war eine vierstellige Summe an ausgetauschten Ersatzteilen, aber das kommt vor.

AUTOKLAV

TecConsulting berät Sie bei der Erstellung einer Gefährdungsanalyse für Dampfsterilisatoren/Autoklaven

Eine Gefährdungsanalyse ist nicht nur das einfache Einsortierung nach Prüffristen.
Die Erfassung und Festlegung der Prüffristen für Autoklaven hängt vom Bauart des Gerätes ab.
Als Basis für die Festlegung der Prüffristen durch die Gefährdung durch Druck ist die Betriebssicherheitsverordnung die Bibel der aller Dampfsterilisatoren.

Grundsätzlich gilt erst einmal, dass für alle Labor- und Medizinautoklaven bis zu einem Druck-Liter-Produkt von 1000 bar*l durch eine befähigte Person nach BetriebsSichV geprüft werden können.
Diese Prüfungen sind die äußere Prüfung, die innere Prüfung, die Festigkeitsprüfung, die außerordentliche Prüfung, die Prüfung des Schnellverschlusses.

Was oder wer ist eine befähigte Person?
Zur Prüfung befähigte Person ist eine Person, die durch ihre Berufsausbildung, ihre Berufserfahrung und ihre zeitnahe berufliche Tätigkeit über die erforderlichen Kenntnisse zur Prüfung von Arbeitsmitteln verfügt. Die Fachkenntnisse sind durch Teilnahme an Schulungen auf aktuellem Stand zu halten.

Das kann also der TÜV, die Dekra sein aber auch der Servicetechniker, der Ihren Autoklaven wartet und repariert. Es ist aber nicht der Hausmeister, der mal vor 20 Jahren einen 1-Tages-Druckbehälterlehrgang absolviert hat. Übrigens die Prüfung, ob eine Person befähigt ist, obliegt dem Auftraggeber. Hand aufs Herz – haben Sie Ihren Servicetechniker nach Zertifikaten/Teilnahmebescheinigungen/Schulungen gefragt oder diese gesehen?
Übrigens auch der Hersteller von Autoklaven kann Ihnen die Gefährdungsbeurteilung nicht abnehmen. Viele Hersteller schreiben etwas kurz in die Bedienungsanleitungen über Prüffristen und geben Ihnen diese vor. Als erste Informationsquelle ist dies nützlich, aber die Prüffristen des Druckbehälters müssen am Ende Sie festlegen und nicht der Hersteller. Das einzige, was der Hersteller vorgibt, sind die Wartungsintervalle und der damit verbundenen Arbeiten für Ihren Autoklaven.

Apropos Wartung und Prüfung:

Druckbehälterprüfungen wie äußere, innere und Festigkeitsprüfung ersetzen nicht die Wartung nach Herstellervorgaben

Das sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Wie der Name schon sagt, bei der Druckbehälterprüfung wird nur die Gefährdung Druck betrachtet. Dafür können Sie auch den TÜV kommen lassen. Der Tüv trifft aber kontrolliert kein Magnetventil, keine Abluftfiltration, kein Erreichen der Sterilisiertemperatur.
Bei der Wartung sind jedoch diese Arbeiten einschließlich der äußeren und inneren Druckbehälterprüfungen dabei.

Druckgefährdung ist also nur ein Teil der Gefährdungsbeurteilung.
Eine umfassende Gefährdungsanalyse dazu gehört auch die Einschätzung der Gefährdungen durch:
– Mechanische Gefährdungen
– Elektrische Gefährdungen
– Gefahrstoffe, Brand- und Explosionsgefährdungen
– Biostoffe
– Thermische Gefährdungen
– Gefährdungen durch physikalische Einwirkungen
– Gefährdungen durch Arbeitsumgebungsbedingungen
– Physische Belastung
– Psychische Faktoren
– Arbeitszeitgestaltung

DRUCKBEHÄLTER

TecConsulting berät und unterstützt Sie beim Erstellen einer Gefährdungsanalyse für einfache Druckbehälter

Einfache Druckbehälter bis zu einem Druck-Liter-Produkt von 1000 bar*l müssen auch eine Gefährdungsanalyse erhalten. Diese ist nicht so umfangreich wie bei Autoklaven.
Einfache Druckbehälter im Labor sind meistens Druckluftbehälter in Kombination mit Kompressoren. Also der nebenstehende Kompressor mit einem Drucklufttank fällt auch darunter.
Je nach Nutzung, Nutzungsweise (mobil oder stationär) muss der Arbeitgeber die Prüffristen für die Gefährdung durch Druck festlegen.

WEITERE LABORGERÄTE

Was findet man noch so im Labor?

  • Heißluftsterilisatoren
  • Freezer
  • Wärmeschränke
  • Heizplatten
  • Inkubatoren
  • Klimakammern
  • Keimschränke
  • Schüttelinkubatoren
  • H2O2 Inkubatoren
  • Verdampfer
  • und weitere

und von allen gehen mehr oder weniger Gefährdungen für die Anwender und Umwelt aus.
Auch für diese Geräte ist der Arbeitsgeber in der Verantwortung, eine Gefährdungsanalyse zu machen.

Auch hier kann TecConsulting Sie unterstützen